An Vorlagen hält sich Pfeiffer bei der Serie „Systembilder – die unsichtbaren Prozesse“ nur beschränkt, oder Vorlagen existieren gar nicht. Es geht um Gedankenzusammenhänge, die visualisiert werden, um überdacht und weitergedacht zu werden. Pfeiffers Anliegen in seinem abstrakten Zyklus ist weniger zugänglich. Es geht ihm vorranig darum, eigene Aufarbeitung zu betreiben. So macht er sein Denken über das System digital reproduzierbarer Visualität zum Gegenstand der Untersuchung. Die Gesetze nach denen sich ein Bild auf einer verortbaren Fläche erzeugt, sind abstrakt und nicht sichtbar. Er thematisiert diese. Daher wird bei Pfeiffer in dieser Serie auch ebenso einmal der mal Prozess des Malens beobachtbar. Einige seiner Bilder stellen sich hier den Fragen:“Ist das Ziel vor Augen -lediglich im Kopf fertiggedacht und ausformuliert- die einzig wahre Stufe der Vollendung? Wie wahr ist die getroffene Aussage, wenn das Gemalte während seines Entstehungsprozesses zum fertigen Bild erklärt wird? Wieviel bedeutet der finale Moment, die Fertigstellung eines Bildes? Was bedeutet Selbstreferenz oder Rückbezüglichkeit? Was ist der Prozess? Gibt es noch die Suche nach der ausgeglichenen Komposition, oder arbeitet die Möglichkeit der permanenten, digitalen Manipulierbarkeit dem entgegen?“Aber abgesehen von der Thematisierung des Prozesses, also der zeitlichen Dimension der Generierung, geht es Pfeiffer um die Gesetzmäßigkeiten, die Einfluss auf die Vorstellungskraft und das Auge des Malers nehmen. Der zeitgenössische Maler gliedert seine abstrakten Bilder anders, wenn er in einem digitalen Zeitalter aufgewachsen ist und diese operativen Updates von Abstraktionsmöglichkeiten mischen sich ebenso mit der emotionalen Welt des schaffenden Malers.